OMI ist ein fachdidaktisches Projekt der Arbeitsgruppe Didaktik der Informatik an der Universität Paderborn. 


Zusammengefasst geht es darum, im Informatikunterricht mit Hilfe der Objektorientierung den Schwerpunkt des Unterrichts auf das Modellieren von Software zu legen. Modellieren im Sinne von Gestaltung. Das geschieht in der Verzahnung von Konstruktion und Dekonstruktion.

Konstruktion = die Schülerinnen und Schüler vollziehen selbst Teile des Entwicklungsprozesses nach. 

Dekonstruktion = aus der Analyse eines fertigen Software-Produkts wird auf den Gestaltungsprozess und die dabei gefallenen Entscheidungen rück-geschlossen.


Weshalb hilft dabei die Objektorientierung? Aus zwei Gründen:
  • Analysemodell, Designmodell und die Implementation lassen sich vorwärts wie rückwärts leichter als in anderen Paradigmen ineinander überführen.
  • Viele Elemente (~Objekte) und deren Bezeichnungen finden sich in allen drei Phasen wieder (wenn auch oft in veränderter Form). Diagramme lenken den Blick auf die wesentlichen Zusammenhänge. Werkzeuge zur Erzeugung von Diagrammen stellen Elemente und Zusammenhänge grafisch dar und zeigen deren Beziehungen zueinander. Beispiel: CRC-Karten in der Analyse-Phase und Klassendiagramme in der Design-Phase.
  • Das 'Programmieren im Kleinen' hat eine stärkere Ähnlichkeit mit dem 'Programmieren im Großen' (zumindest im Vergleich zum strukturierten Programmieren). Damit kann man leichter ein kleines Schulprojekt exemplarisch durchführen, um Grundstrukturen auch größerer Softwareprodukte, typische Eigenschaften von Software und die Gestaltung von Informatiksystemen zu thematisieren.
  • Wir verwenden Java als Sprache, auch weil es dafür geeignete Entwicklungswerkzeuge gibt, die die hier angestrebten Unterrichtsmethoden und -themen sowie die entsprechenden Sichtweisen auf Objektorientierung unterstützen.
Dieses Projekt wurde abgelöst durch das Projekt Life³.

Impressum | Webmaster | Letzte Änderungen am : 25.10.2007